Irene Appiah ist Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft für die Sozialdemokratische Partei (SPD), wo sie am 26. März 2025 ihren Sitz einnahm. Geboren 1976 in Hamburg von Eltern, die aus Ghana emigriert waren, wuchs sie im Stadtteil Billstedt auf, studierte Rechtswissenschaften an der Freien Universität Berlin und der Universität Hamburg und arbeitete in der Hamburger Schulbehörde (Behörde für Schule und Berufsbildung) mit dem Schwerpunkt interkulturelle Bildung. In der Bürgerschaft ist sie die Sprecherin ihrer Fraktion für Antidiskriminierung und Gleichstellung sowie für Kirchen und Religionsgemeinschaften und sitzt in Ausschüssen wie Gleichstellung und Antidiskriminierung und Schulen.
Appiah ist seit 2012 aktiv in der SPD und trat 2021 in den Landesvorstand der Partei in Hamburg ein. Von 2019 bis 2024 war sie Bezirksabgeordnete in der Hamburg-Mitte-Versammlung, wo sie als erste Vertreterin afrikanischer Herkunft in dieser Rolle bekannt wurde. Ihre politischen Prioritäten liegen auf Bildung und Wegen in die Beschäftigung, wirtschaftlichen Verbindungen zwischen Hamburg und dem Globalen Süden sowie dem Kampf gegen Diskriminierung und Rassismus.
Über ihr Mandat hinaus ist Appiah aktiv in der Antirassismus- und afrikanisch-diasporischen Arbeit in Hamburg: Sie half 2020 bei der Gründung einer Arbeitsgruppe, die sich mit antischwarzem Rassismus in der Stadt befasst, und war Mitgründerin des Wohlfahrtsverbands „Meine Diaspora e.V.“